
Hanspeter Bäni ist Fernsehjournalist, Dokumentarfilmer, Künstler. Er ist ein sorgfältiger und witziger Chronist des Alltags. Da, wo viele achtlos vorbeigehen, verweilt er, schaut genau hin und dokumentiert mit seiner Videokamera das Aussergewöhnliche im vermeintlich Normalen. Mit dieser Vorgehensweise realisierte er Filme aus dem Warenhaus, dem Hochhaus, dem Altersheim, vom Bahnhof, der Psychiatrie, dem Kinderheim und vielen weiteren Schauplätzen.
In seinen Filmen, für die Bäni schon etliche Medienpreise erhielt, stehen im Mittelpunkt immer Menschen mit ihren Schicksalen. Er ist dabei gleichzeitig Autor und Kameramann und setzt alle Vorteile des Videojournalismus ein. Bäni sagt, er wolle “die Menschen erfassen, wie sie wirklich sind”.
Ein grosses Projekt wollte Walter Roderer unbedingt noch umsetzen in seinem Leben: den Kinofilm über die Liebe eines alten Schauspielers zu einer jungen Frau. Das Drehbuch schrieb er selber, und die Handlung war zu einem grossen Teil autobiographisch: Roderer war in dritter Ehe mit einer 60 Jahre jüngeren Frau, seiner Grossnichte, verheiratet.
„Reporter“ porträtiert den Erfinder Jürg Nigg: Der Schweizer steht vor seinem nächsten Coup.
Andy verliert das Gleichgewicht und stürzt unter einen abfahrenden Zug, der ihm das Bein abtrennt. Noch während der 24jährige schwer verletzt auf dem Bahnsteig liegt, kommt seine Mutter dazu. Ein Trauma für beide – mit Folgen: Andy, der vor dem Unfall eine enge Beziehung zur Mutter hatte, distanziert sich nun von ihr.
Ihre erste Begegnung mit Geistern hat Marianne im Kanton Thurgau auf einer Landstrasse, auf der schon etliche Verkehrsteilnehmer tödlich verunfallt sind. In der Dämmerung nimmt sie wolkenartige Umrisse in Gestalt von Menschen wahr. Auch Sepp hat Kontakt zu Wesen aus dem Jenseits und sagt, er könne sie mit eigenen Augen sehen.
Ueli Anliker will Aussergewöhnliches erschaffen, das ist seine Triebfeder. Der Solothurner veredelt Autos, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. Zusammen mit seiner thailändischen Frau Duang baute er in unzähligen Stunden einen SLR McLaren 999 um zum teuersten Auto der Welt. Die Karosserie veredelte er mit fünf Kilogramm Gold, Felgen und Innenraum des Flitzers sind mit über 600 Rubinen verziert: Herstellungskosten fünf Millionen Franken, Verkaufspreis zehn Millionen. Damit erhält er das, was er in seiner Kindheit stets vermisst hat: Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Ein Film von Hanspeter Bäni – Sie stehen vor der grossen Weichenstellung in ihrem Leben: die Schüler der Sekundarklasse 4a in Birr/AG. Welche Chancen hat ihnen das Berufsleben zu bieten? Welche Hoffnungen und Ängste treiben sie um? Eine Dokumentation von Hanspeter Bäni über das letzte Schuljahr von Jugendlichen und ihren engagierten aber teilweise überforderten Eltern.
Danielle hat einen Zwang: Immer wieder steht die gelernte Primarlehrerin und angehende Ernährungsberaterin vor den Spiegel, um zu kontrollieren, ob sie zugenommen hat. Die 176 cm grosse Frau ist zwar spindeldu¨rr und stark untergewichtig, empfindet sich selber aber als unförmig und dick. Die 28-Jährige hat wenig Selbstbewusstsein und bezeichnet sich als scheu und langweilig. Das Einzige, wofu¨r sie wiederholt Komplimente bekam: Sie sei gross und schlank. Das war der Auslöser ihrer Essstörung.
Ein Film von Hanspeter Bäni„Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig.“ Diese Zeilen verfasst André Rieder für seine eigene Todesanzeige. Der 56jährige ist seit Jahren psychisch krank und möchte deshalb mit Hilfe einer Sterbeorganisation aus dem Leben scheiden. Akribisch bereitet er sich auf den Tod vor. Seine Freunde, hin und hergerissen zwischen Verständnis und Verzweiflung, haben viele offene Fragen. Doch auch unter Psychiatern ist die Sterbehilfe umstritten. Der Film von Hanspeter Bäni zeichnet die Gratwanderung der Sterbehilfe in der modernen Gesellschaft auf. Ein bewegendes Dokument über einen Menschen, dem der Tod lieber ist, als ein Leben mit einer psychischen Krankheit.
Margrit hat sich schon zwei Mal die Pulsadern aufgeschnitten. Sie überlebte nur, weil ihre Familie rechtzeitig bemerkt hatte, dass sie sich das Leben nehmen wollte. An Suizid denkt auch der junge Stefan, denn er schafft den Ausstieg aus der Drogensucht nicht. Mehrere Therapien hat er schon abgebrochen, wurde rückfällig. Nun haben die Behörden genug und weigern sich, ihn weiterhin finanziell zu unterstützen. Monika ist depressiv und alkoholsüchtig. Zudem hat die 62jährige Frau Probleme in der Ehe.
Sie übernachtet mal hier, mal dort. Die Asylbewerberin Meggiy Pombolo hat keinen festen Wohnsitz mehr, seit ihr die Wohnung von einem Tag auf den anderen gekündigt wurde. Auch ihren Job als Serviceangestellte musste sie aufgeben. Nach elf Jahren der Hoffnung hat die Schweiz Meggiys Asylgesuch abgelehnt.