Posted on: 6th Dezember 2009

Hanspeter l

Hanspeter Bäni ist Fernsehjournalist, Dokumentarfilmer, Künstler. Er ist ein sorgfältiger und witziger Chronist des Alltags. Da, wo viele achtlos vorbeigehen, verweilt er, schaut genau hin und dokumentiert mit seiner Videokamera das Aussergewöhnliche im vermeintlich Normalen. Mit dieser Vorgehensweise realisierte er Filme aus dem Warenhaus, dem Hochhaus, dem Altersheim, vom Bahnhof, der Psychiatrie, dem Kinderheim und vielen weiteren Schauplätzen.

In seinen Filmen, für die Bäni schon etliche Medienpreise erhielt, stehen im Mittelpunkt immer Menschen mit ihren Schicksalen. Er ist dabei gleichzeitig Autor und Kameramann und setzt alle Vorteile des Videojournalismus ein. Bäni sagt, er wolle “die Menschen erfassen, wie sie wirklich sind”.

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Posted on: 14th Mai 2012

Ein grosses Projekt wollte Walter Roderer unbedingt noch umsetzen in seinem Leben: den Kinofilm über die Liebe eines alten Schauspielers zu einer jungen Frau. Das Drehbuch schrieb er selber, und die Handlung war zu einem grossen Teil autobiographisch: Roderer war in dritter Ehe mit einer 60 Jahre jüngeren Frau, seiner Grossnichte, verheiratet.

Filmautor Hanspeter Bäni hat Walter Roderer seit dem Herbst 2011 mit der Kamera begleitet. Bäni wollte unter anderem die Entstehung des geplanten Kinofilmes «Der grosse Narr» dokumentieren. Die Hauptrolle wollte der 91jährige Roderer darin gleich selber übernehmen. Durch die Schwierigkeit, einen Produzenten zu finden, verzögerte sich jedoch der Drehbeginn. Kurz vor seinem Tod sorgte er sich darüber, ob seine Energie in zwei Jahren noch ausreiche, um in einem Film mitzuwirken – die Zeit laufe ihm davon.

Das sehr persönliche Porträt über den beliebten Volksschauspieler, der sich selber als Melancholiker bezeichnete, ist in den letzten Monaten und Wochen vor seinem Tod entstanden.

Reporter vom 13.05.2012

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Posted on: 19th März 2012

„Reporter“ porträtiert den Erfinder Jürg Nigg: Der Schweizer steht vor seinem nächsten Coup.
Er arbeitet in einem chaotischen Labor, gilt als zerstreut und chaotisch und bezeichnet sich selbst als «Spinner»: Jürg Nigg ist Erfinder. In den 80ern gelang ihm mit der Erfindung der Energiesparlampe ein Geniestreich.
Doch internationale Konzerne kopierten seine Idee, Nigg selbst verdiente an seiner erfolgreichen Erfindung nichts. Nun soll er jedoch für eine schwedische Firma einen Adapter für Strassenleuchten erfinden: In Niggs Labor herrscht ab sofort wieder Betriebsamkeit

Reporter vom 18.03.2012

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Posted on: 1st Februar 2012

Andy verliert das Gleichgewicht und stürzt unter einen abfahrenden Zug, der ihm das Bein abtrennt. Noch während der 24jährige schwer verletzt auf dem Bahnsteig liegt, kommt seine Mutter dazu. Ein Trauma für beide – mit Folgen: Andy, der vor dem Unfall eine enge Beziehung zur Mutter hatte, distanziert sich nun von ihr.

Ganz anders die Situation beim 62jährigen Skilehrer und Bergführer Turi, der bei einem Arbeitsunfall ebenfalls ein Bein verliert und danach in eine tiefe Depression fällt. Seine Ehefrau Annalis kümmert sich rührend um ihn, was zur Folge hat, dass Turi wieder Lebensmut schöpft. Mehr noch: Nach über 40 Jahren Ehe entdecken die beiden ihre gegenseitige Liebe aufs neue.

Anteilnahme darf auch Triathlet Harry erfahren, der während des Trainings auf dem Velo frontal von einem Auto erfasst wird und sich dabei schwer verletzt. Die Unfallverursacherin besucht den 45jährigen in der Rehaklinik im aargauischen Bellikon, um ihn um Verzeihung zu bitten. Und dann meldet sich auch noch Harrys Exfreundin, um ihm beizustehen.

Reporter Hanspeter Bäni erzählt die Geschichte von drei Männern, die sich nach einem schweren Schicksalsschlag auf ein neues Leben einstellen müssen. Dabei erfahren sie auf unterschiedliche Art und Weise, wie heilsam Anteilnahme und Liebe im Leben ist – vor allem in schweren Zeiten.

Reporter vom 29.01.2012

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Posted on: 17th Januar 2012

Ihre erste Begegnung mit Geistern hat Marianne im Kanton Thurgau auf einer Landstrasse, auf der schon etliche Verkehrsteilnehmer tödlich verunfallt sind. In der Dämmerung nimmt sie wolkenartige Umrisse in Gestalt von Menschen wahr. Auch Sepp hat Kontakt zu Wesen aus dem Jenseits und sagt, er könne sie mit eigenen Augen sehen.

Sepp und Marianne sind überzeugt, dass es sich dabei um sogenannte Grauzonengeister handelt, die sich nicht ganz vom irdischen Dasein lösen können und deshalb Hilfe benötigen. Das notwendige Rüstzeug wollen sich die beiden – zusammen mit weiteren Teilnehmern – in der Geisterschule von André H. Corell aneignen.

Reporter Hanspeter Bäni begleitet Lehrer Corell und dessen Schüler an Orte, wo sie mit schlechten Energien und Geistern konfrontiert werden.

Reporter vom 15.01.2012

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Posted on: 22nd November 2011

Ueli Anliker will Aussergewöhnliches erschaffen, das ist seine Triebfeder. Der Solothurner veredelt Autos, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. Zusammen mit seiner thailändischen Frau Duang baute er in unzähligen Stunden einen SLR McLaren 999 um zum teuersten Auto der Welt. Die Karosserie veredelte er mit fünf Kilogramm Gold, Felgen und Innenraum des Flitzers sind mit über 600 Rubinen verziert: Herstellungskosten fünf Millionen Franken, Verkaufspreis zehn Millionen. Damit erhält er das, was er in seiner Kindheit stets vermisst hat: Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Reporter vom 20.11.2011

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Posted on: 1st Juli 2011

Ein Film von Hanspeter Bäni – Sie stehen vor der grossen Weichenstellung in ihrem Leben: die Schüler der Sekundarklasse 4a in Birr/AG. Welche Chancen hat ihnen das Berufsleben zu bieten? Welche Hoffnungen und Ängste treiben sie um? Eine Dokumentation von Hanspeter Bäni über das letzte Schuljahr von Jugendlichen und ihren engagierten aber teilweise überforderten Eltern.

DOK vom 30.06.2011

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DOK vom 30.06.2011

Posted on: 1st Juli 2011

Danielle hat einen Zwang: Immer wieder steht die gelernte Primarlehrerin und angehende Ernährungsberaterin vor den Spiegel, um zu kontrollieren, ob sie zugenommen hat. Die 176 cm grosse Frau ist zwar spindeldu¨rr und stark untergewichtig, empfindet sich selber aber als unförmig und dick. Die 28-Jährige hat wenig Selbstbewusstsein und bezeichnet sich als scheu und langweilig. Das Einzige, wofu¨r sie wiederholt Komplimente bekam: Sie sei gross und schlank. Das war der Auslöser ihrer Essstörung.
Ähnlich erging es Sarah. Die Pflegeassistentin war fru¨her u¨bergewichtig und erntete dafu¨r viel Kritik. Daraufhin ass sie nur noch Gemu¨se und nahm ab, bis sie noch 25 Kilogramm wog. Sarah entging nur dank Zwangsernährung dem Tod. Sterben durch Abnehmen wollte auch Nicole, die seit ihrer Kindheit an Depressionen leidet. «Wenn ich nichts mehr esse, nehme ich ab und verschwinde langsam», sagt sie.

Jede zehnte Frau in der Schweiz leidet an einer Essstörung.
Betroffen sind vor allem ju¨ngere Frauen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren. Männer indes seien von Essstörungen kaum betroffen, sagt Martina Scheibel, die Leiterin der Klinik Wysshölzli im bernischen Herzogenbuchsee. Die Fachklinik fu¨r Frauen mit Abhängigkeitserkrankungen und Essstörungen ist fu¨r die Patientinnen oft die letzte Chance, sich von ihrer Krankheit zu befreien.

Reporter Hanspeter Bäni beobachtete im Wysshölzli den Alltag mit der Kamera – einen Alltag, der von strengen Regeln geprägt ist: Wer gegen die Hausordnung verstösst, riskiert den Ausschluss aus der Klinik.

Reporter vom 29.06.2011

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Posted on: 18th Februar 2011

Ein Film von Hanspeter Bäni„Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig.“ Diese Zeilen verfasst André Rieder für seine eigene Todesanzeige. Der 56jährige ist seit Jahren psychisch krank und möchte deshalb mit Hilfe einer Sterbeorganisation aus dem Leben scheiden. Akribisch bereitet er sich auf den Tod vor. Seine Freunde, hin und hergerissen zwischen Verständnis und Verzweiflung, haben viele offene Fragen. Doch auch unter Psychiatern ist die Sterbehilfe umstritten. Der Film von Hanspeter Bäni zeichnet die Gratwanderung der Sterbehilfe in der modernen Gesellschaft auf. Ein bewegendes Dokument über einen Menschen, dem der Tod lieber ist, als ein Leben mit einer psychischen Krankheit.

DOK vom 17.02.2011
DOK vom 17.02.2011

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Bericht in der NZZ “Mit der Kamera in den Freitod”


» NZZ Online “Mit der Kamera in den Freitod”

Posted on: 11th November 2010

Menschen in der Krise

psyche_am_abgrundMargrit hat sich schon zwei Mal die Pulsadern aufgeschnitten. Sie überlebte nur, weil ihre Familie rechtzeitig bemerkt hatte, dass sie sich das Leben nehmen wollte. An Suizid denkt auch der junge Stefan, denn er schafft den Ausstieg aus der Drogensucht nicht. Mehrere Therapien hat er schon abgebrochen, wurde rückfällig. Nun haben die Behörden genug und weigern sich, ihn weiterhin finanziell zu unterstützen. Monika ist depressiv und alkoholsüchtig. Zudem hat die 62jährige Frau Probleme in der Ehe.

Monika, Stefan und Margrit sind drei von rund 50tausend Menschen, die jährlich in der Schweiz aufgrund einer Krise in eine psychiatrische Klinik müssen. Trotz dieser grossen Zahl ist der Aufenthalt in der Psychiatrie ein Tabu – viele schämen sich dafür, Psychiatriepatienten zu sein. Dabei leidet rund die Hälfte der Bevölkerung unseres Landes mindestens ein Mal im Leben an einer psychischen Störung. In den letzten Jahren haben die psychiatrischen Behandlungen in Kliniken um fast 10 Prozent zugenommen.

Hanspeter Bäni tauchte in den Alltag der psychiatrischen Klinik Königsfelden im Kanton Aargau ein und dokumentierte die Gespräche zwischen Therapeuten, Patienten und deren Angehörigen. Entstanden ist ein berührender Film über psychisch Kranke, die den Mut haben, über ihre Situation offen zu reden.

Reporter vom 10.11.2010

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Posted on: 4th November 2010

Die Geschichte einer abgewiesenen Asylbewerberin

Sie übernachtet mal hier, mal dort. Die Asylbewerberin Meggiy Pombolo hat keinen festen Wohnsitz mehr, seit ihr die Wohnung von einem Tag auf den anderen gekündigt wurde. Auch ihren Job als Serviceangestellte musste sie aufgeben. Nach elf Jahren der Hoffnung hat die Schweiz Meggiys Asylgesuch abgelehnt.

Müde vom langen Kampf entscheidet sich die zierliche Afrikanerin, in ihr Heimatland zurückzukehren. Sie will nicht wie eine Kriminelle in Handschellen in den Kongo ausgeschafft werden. Stattdessen nützt sie das Angebot des Bundesamts für Migration: In einem Business-Kurs lernt sie, wie man ein Ladenlokal führt. Die 36jährige will in ihrer Heimat Kinshasa eine Boutique eröffnen.

Hanspeter Bäni hat Meggiy Pombolo während rund eineinhalb Jahren mit der Kamera begleitet. Er dokumentiert ihr letztes halbes Jahr in der Schweiz und besucht sie ein Jahr später im Kongo. Was ist aus dem ehrgeizigen Plan der ehemaligen Asylbewerberin geworden? Eine berührende Reportage über eine kämpferische und stolze Frau, die sich so schnell nicht unterkriegen lässt.

Reporter vom 03.11.2010

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