Posted on: 6th Dezember 2009

Hanspeter Bäni ist ein sorgfältiger Chronist des Alltags. Er kennt keine Berührungsängste, ist ein Meister des Wechselspiels von Nähe und journalistischer Distanz, blickt in Abgründe und feiert gleichzeitig das Leben.

Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmer erzählt Geschichten von Menschen, die ihm die Möglichkeit bieten, die grossen Fragen des Lebens zu stellen. Als Autor, Kameramann und Tontechniker setzt er auf höchstem Niveau alle Vorteile des Videojournalismus ein.

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Posted on: 13th Mai 2016

Suchst du Streit, weisst aber nicht, wie man dabei wirkungsvoll vorgehen soll? Ich habe dafür eine filmische Anleitung, wie man sich so richtig unglücklich machen kann: „Kampfzone Garten – Wenn Nachbarn streiten“
ist ein DOK, den man mit einem lachenden und weinenden Auge sehen kann. Der kleine Garten spiegelt hier die grosse Welt, weil die Grundmuster für Konflikte immer dieselben sind. Der Film ist übrigens auch für Menschen geeignet, die bemüht sind, ihren Alltag friedlich zu gestalten.

DOK vom 12.05.2016

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Posted on: 8th Januar 2016

Nie waren junge Menschen sportlicher als heute. Muskelaufbau hat sich zu einer Art Religion entwickelt, Ergänzungsnahrung und definierte Körperpartien sind deren Gebet. Doch der Körperkult kann auch krank machen. Wie befeuern Social Media den Selbstdarstellungszwang?

mein_koerper_mein_werkFür Jenny Dietschweiler, 22, ist der Körper zum Vollzeitjob geworden. Jede Kalorie hat bei der gelernten Pharmaassistentin Gewicht, fast alles dreht sich um den «Nullfettkörper» und um Fitness. Aus ihrem Äusseren will sie ein Kunstwerk gestalten, um dieses an einem Schönheitswettbewerb für Kraftsportler präsentieren zu können. Dafür ist ihr kein Aufwand zu gross. Sie vergiesst ihren Schweiss in einer Fitnessanlage, geht das Risiko von Übertraining ein und nimmt Schmerzen beim Stechen von Tattoos in Kauf. Jenny ist mit ihrem Körperkult längst keine Exotin mehr, sondern entspricht einem neuen Schönheitsideal vieler junger Menschen.

DOK vom 08.01.2016

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Posted on: 25th Oktober 2015

Polo Hofer begründete eine neue Volksmusik und ist wohl der bekannteste Rock-Musiker der Schweiz. Grosse Erfolge, aber auch schwere Schicksalsschläge prägen seinen Lebensweg. Mit seinem angeblich letzten Konzert hat sich nun der Sänger von seinen Fans verabschiedet. Was für ein Mensch ist dieser Polo Hofer, der als Kumpel des Volkes wahrgenommen wird?

2014 kam der Zusammenbruch: Polo Hofer konnte sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen. «Ich überlebte nur, weil meine Frau Alice dabei war und umgehend die Ambulanz alarmierte», resümiert der Mundartrock-Star heute. Im Spital stellten die Ärzte fest, dass der inzwischen 70-Jährige ein Magengeschwür hatte.

Seit Jahren sorgt seine angeschlagene Gesundheit immer wieder für Schlagzeilen. Einmal waren es Knoten auf den Stimmbändern, dann eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse. «Vier Mal bin ich nun schon dem Teufel vom Karren gefallen, aber alt werden möchte ich nicht», sagt der bekennende Kiffer und Weinliebhaber, dessen Leben geprägt ist von Rausch, Ernüchterung, Hochgefühlen und Tiefschlägen. Der ungekrönte König des Dialektrocks war Sprachrohr der Hippies, ein Provokateur und Clown, der seit 50 Jahren auf der Bühne steht. Seine Lieder sind längst zum Volksgut geworden, seine Texte wirken glaubhaft und authentisch. Auf der Bühne oder in Gesellschaft ist er stets der perfekte Entertainer, ein lebendiges Lexikon mit einem Elefantengedächtnis, aus welchem er nach Belieben Anekdoten und Witze abrufen kann. Aber wann spielt er eine Rolle, und wo zeigt sich sein wahres Gesicht? Wer versteckt sich eigentlich hinter dem Brand Polo, der 1945 als Urs Hofer in Interlaken geboren wurde?

Im Dokumentarfilm nehmen Menschen, die den Star seit Jahrzehnten kennen, kein Blatt vor den Mund. Sie geben intime Einblicke, die bewegen, amüsieren aber längst nicht nur schmeichelhaft sind. Und natürlich erzählt auch Polo freimütig über sich, das Älterwerden, seine Erfolge, sein Scheitern und natürlich über seine Musik. Anfangs Oktober 2015 gab er mit seiner Band das Abschiedskonzert in der Mühle Hunziken im bernischen Rubigen. Bevor er seine Band auflöst, will er noch ein letztes Mal ein Album einspielen, um sich dann seiner zweiten Leidenschaft zu widmen: dem Malen.

Über ein halbes Jahr hat Filmautor Hanspeter Bäni den legendären Rock-Musiker der Schweiz begleitet. Entstanden ist ein facettenreiches Porträt eines Menschen, der feinfühlig, aber auch rücksichtslos sein kann, der intelligent und humorvoll ist und vor allem gerne gegen den Strom schwimmt.

DOK vom 24.10.2015

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Posted on: 9th Oktober 2015

Jede vierte Person in der Schweiz klagt über Schlafstörungen. Auch die Schlafdauer nahm in den letzten Jahren laufend ab. Die Zwänge der elektronischen Kommunikation und das beschleunigte Leben sind tragende Faktoren für diese Entwicklung.

wenn_der_schlaf_ausbleibt_szenen_einer_unruhigen_gesellschaftFilmautor Hanspeter Bäni erzählt die Geschichten von vier schlaflos geplagten Menschen. Nicht nur Druck am Arbeitsplatz und im Privatleben rauben ihnen den Schlaf, sondern auch die rund um die Uhr verfügbaren Reize der digitalen Welt.

DOK vom 08.10.2015

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Posted on: 2nd März 2015

Rasta-Tom im SRF ReporterSeit zwanzig Jahren lebt Tom Huber als Rasta im Tropenwald Jamaikas, unter einfachsten Bedingungen. Was treibt den 50-jährigen Schweizer an, sich den strengen Regeln eines Rasta-Naturarztes zu unterziehen?

Rasta-Tom im SRF Reporter Tom ist nervös. Familienbesuch hat sich angekündet. Der 50-Jährige hat sich nämlich für ein Leben als Rasta entschieden und lebt in einem unwegsamen Gebiet mitten im Busch von Jamaika. Er verzichtet auf Salz und isst nur, was in unmittelbarer Nähe seines bescheidenen Zuhauses wächst. Vor allem seine Schwester Barbara hat Mühe, seine Lebensart zu akzeptieren. Sie vermutet, dass ihr Bruder unter dem Einfluss einer Sekte steht und strengen Vorschriften unterworfen ist.

Tatsächlich lebt ganz in seiner Nähe ein Rasta Naturarzt, der Toms Leben stark beeinflusst. Ein Besuch beim Rasta Doktor soll Klarheit schaffen, doch es kommt anders, als erwünscht. Spannungen prägen das Wiedersehen zwischen Tom und seinen Angehörigen.

Reporter Hanspeter Bäni hat den Familienbesuch bei Tom dokumentiert. Dabei geht er unter anderem der Frage nach, ob ein Leben frei von Zwängen sein kann, wenn der Wunsch, gesund zu leben, oberste Maxime ist.

Reporter vom 01.03.2015

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Posted on: 6th Januar 2015

Steve Schild aus Balterswil kämpft um die Chance, die Erde zu verlassen und den Mars zu besiedeln. Ein weltweites Medienspektakel soll das Geld für die gewagte Mission einspielen. Es wäre eine Reise ohne Wiederkehr. Vorher müsste er sich verabschieden von Freundin, Familie und Verwandten.

der_marsmensch_s8Wenn sein Herzenswunsch sich erfüllt, wird Steve Schild eines Tages auf dem Mars sterben. Seinem Ziel ist er bereits einen Schritt näher. 2025 will die private Organisation «Mars One» die ersten vier Personen auf die sieben- bis achtmonatige Reise schicken. Aus technischen Gründen wäre es eine Reise ohne Wiederkehr. Trotzdem gingen rund 200‘000 Bewerbungen aus der ganzen Welt ein, darunter auch jene von Steve Schild aus dem thurgauischen Balterswil.

Seit einigen Monaten weiss der Dreissigjährige, dass er im Auswahlverfahren für die Mission eine Runde weiter ist. Noch sind rund 700 Kandidatinnen und Kandidaten im Rennen. Seit seiner Kindheit habe er von einer Reise ins All geträumt, sagt der gelernte Elektroniker, der heute als Personalvermittler arbeitet. Mit bis zu drei Stunden Sport pro Tag hält er sich fit. Er büffelt Englisch und pflegt Kontakt zu anderen Kandidaten, die auf dem roten Wüstenplaneten die erste Mars-Kolonie gründen möchten.

Hanspeter Bäni über einen ambitionierten Träumer, der gewillt ist, alles hinter sich zu lassen, um – laut Schild – «einen der grössten Schritte der Menschheit zu vollziehen».

Reporter vom 04.01.2015

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Posted on: 21st November 2014

Er begründete eine neue Volksmusik und ist der bekannteste Rockmusiker der Schweiz. Grosse Erfolge aber auch schwere Schicksalsschläge prägen seinen Lebensweg. Jetzt will Polo Hofer seine letzte CD einspielen, und dann kürzer treten.

Ein Film von Hanspeter Bäni
Was für ein Mensch ist dieser Polo Hofer, der als Kumpel des Volkes wahrgenommen wird? Vor einem Jahr kam der Zusammenbruch: Polo Hofer konnte sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen. «Ich überlebte nur, weil meine Frau Alice dabei war und umgehend die Ambulanz alarmierte», resümiert der Mundartrock-Star heute. Im Spital stellten die Ärzte fest, dass der bald 70-jährige ein Magengeschwür hatte. Seit Jahren sorgt seine angeschlagene Gesundheit immer wieder für Schlagzeilen. Einmal waren es Knoten auf den Stimmbändern, dann eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse. «Vier Mal bin ich nun schon dem Teufel vom Karren gefallen, aber alt werden möchte ich nicht», sagt der bekennende Kiffer und Weinliebhaber, dessen Leben geprägt ist von Rausch, Ernüchterung, Hochgefühlen und Tiefschlägen.

Wer versteckt sich hinter dem Brand Polo?
Der ungekrönte König des Dialektrock war Sprachrohr der Hippies, ein Provokateur und Clown, der seit 50 Jahren auf der Bühne steht. Seine Lieder sind längst zum Volksgut geworden und seine Texte wirken glaubhaft und authentisch. Auf der Bühne oder in Gesellschaft ist er stets der perfekte Entertainer, ein lebendiges Lexikon mit einem Elefantengedächtnis, aus welchem er nach Belieben Anekdoten und Witze abrufen kann. Aber wann spielt er eine Rolle und wo zeigt sich sein wahres Gesicht? Wer versteckt sich eigentlich hinter dem Brand Polo, der 1945 als Urs Hofer in Interlaken geboren wurde?

Im Dokumentarfilm nehmen Menschen, die den Star seit Jahrzehnten kennen, kein Blatt vor den Mund. Sie geben intime Einblicke, die bewegen, amüsieren aber längst nicht nur schmeichelhaft sind. Und natürlich erzählt auch Polo freimütig über sich, das Älterwerden, seine Erfolge, sein Scheitern und natürlich über seine Musik. Noch ein letztes Mal möchte er nun ein Album einspielen, um sich dann seiner zweiten Leidenschaft, dem Malen, zu widmen. Über ein halbes Jahr hat Filmautor Hanspeter Bäni den bekanntesten Rock-Musiker der Schweiz begleitet. Entstanden ist ein facettenreiches Porträt eines Menschen, der feinfühlig aber auch rücksichtslos sein kann, der intelligent und humorvoll ist und vor allem gerne gegen den Strom schwimmt.

DOK vom 21.11.2014

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Posted on: 6th Oktober 2014

Ihre Geschichte bewegt die Schweiz seit Jahren: Reine Katharina und ihr Traum vom Leben als Königin in Afrika. Stets nimmt die Lebens- und Liebesgeschichte der Katharina Hänni und ihres Prinzen aus Kamerun neue Wendungen. «Reporter» über die jüngsten Ereignisse.

Beziehungsprobleme belasten die Ehe von Katharina, die seit 2005 im Hochland Kameruns lebt. Schuld daran sei der Voodoo-Zauber eines Nachbarn, ist die Schweizerin überzeugt. Nachdem sie und ihr Mann sich mit ihm zerstritten hätten, zerstöre ein Fluch zunehmend ihre Beziehung.

Dabei begann die Liebesgeschichte wie ein Märchen: Vor rund zehn Jahren lernte die Bernerin Katharina Hänni im Internet Marcelin Paholo kennen, der angab, in Kamerun ein Prinz zu sein. Er versprach der Schweizerin, sie zur Königin zu machen. Ohne den Zukünftigen je gesehen zu haben, wanderte Katharina nach Afrika aus, nahm ihr ganzes Erspartes mit und zog zum Prinzen. Die beiden heirateten; ein Jahr später kam Sohn Sky zur Welt

Heute sind die Ersparnisse längst aufgebraucht und finanzielle Probleme belasten den Alltag der Kleinfamilie. Nun mache ihnen der Nachbar sogar das Land streitig und bekämpfe sie mit schwarzer Magie, glauben Katharina und Marcelin. Während er dem Nachbarn den Krieg erklärt, sucht sie eine andere Lösung, um die Eheprobleme zu beseitigen. Eine Lösung, welche die beiden Autoren Christoph Müller und Hanspeter Bäni während ihres Aufenthaltes in Kamerun ganz schön ins Staunen bringt.

Reporter vom 05.10.2014

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Posted on: 3rd Oktober 2014

Das Thema Jugendkriminalität steht in unregelmässigen Abständen ganz oben auf der nationalen Agenda. Zuletzt Ende August 2013. Es war der Reporter-Film «Der Jugendanwalt», der den Fall «Carlos» ins Rollen brachte und letztendlich zur Story bzw. zum Skandal des Jahres wurde.

Ein Film von Simon Christen und Hanspeter Bäni
Anlass war für einmal weder eine barbarische Gewaltorgie noch ein spektakulärer Rückfall eines Wiederholungstäters, sondern wie der schweizerische Jugendstrafvollzug in der Praxis aussehen kann. Einem halbwüchsigen Messerstecher wurden Thaibox-Training, eine Viereinhalb-Zimmer-Wohnung und ein Privatlehrer finanziert. Scheinbar selbstverständlich gaben Zürcher Behörden Monat für Monat 29‘000 Steuer-Franken für einen jungen Mann aus, der in seinem Leben bis dahin vor allem dadurch aufgefallen war, dass er Schwierigkeiten machte.

Trotz hundertfachen Berichten in den Printmedien und zahlreichen Beiträgen in den elektronischen Medien blieb vielen unklar, wie genau das Jugendstrafrecht in der Schweiz umgesetzt wird. Welche unterschiedlichen Massnahmen können getroffen werden? Repression oder Sozial-Pädagogik: Welcher Weg verspricht eher eine gelungene Resozialisierung? Und wie sind die hohen Kosten zu begründen? Diesen und vielen weiteren Fragen geht «DOK» im Film «Zwischen Recht und Gerechtigkeit» nach. Die Autoren Simon Christen und Hanspeter Bäni blicken hinter die Fassaden verschiedener Massnahme-Einrichtungen, in denen versucht wird, jugendliche Straftäter zu resozialisieren – und sie stellen renommierten Experten die Frage, wo die Stärken und Schwächen des Schweizer Systems liegen.

DOK vom 02.10.2014

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Posted on: 18th Februar 2014

von_kisten_kabeln_und_kollegen_s2Toni Milanese steht unter Druck. Als technischer Leiter ist er für den Aufbau eines der wichtigsten Projekte der SRG verantwortlich, das je gestemmt wurde: die Berichterstattung über die olympischen Spiele in Sotschi.

Rund 50 Tonnen Material müssen nach Russland gebracht werden. 240 Fachleute bauen die Infrastruktur auf für Radio, Fernsehen und Onlinemedien aus allen Sprachregionen der Schweiz. Nicht nur Toni Milanese, sondern auch die anderen Mitarbeiter haben unter den Arbeitsbedingungen zu leiden. Die meiste Zeit verbringen sie in klimatisierten, auf 14 Grad herunter gekühlten Räumen ohne Tageslicht.

Die 100 SRG-Leute, die in den Bergen oben arbeiten, haben andere Probleme. Sie produzieren die Sendungen der Ski Alpin-Wettkämpfe, die weltweit ausgestrahlt werden. Doch bei einer ersten Besichtigung auf den Skipisten stellt SRF-Regisseur Beni Giger fest, dass mehrere Podeste für die Kameras von den Russen am falschen Ort aufgebaut wurden. Zudem liegen die Glasfaserkabel unter meterhohem Schnee und es herrscht Lawinengefahr. Der Wettkampf gegen die Zeit beginnt.

Reporter Hanspeter Bäni hat seine Kollegen während den letzten Wochen vor den Spielen in Sotschi hautnah begleitet. Entstanden ist ein Blick hinter die Kulisse von Radio- und Fernsehen, wie man ihn selten erlebt.

Reporter vom 16.02.2014

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