Posted on: 6th Dezember 2009

Hanspeter Bäni ist ein sorgfältiger Chronist des Alltags. Er kennt keine Berührungsängste, ist ein Meister des Wechselspiels von Nähe und journalistischer Distanz, blickt in Abgründe und feiert gleichzeitig das Leben.

Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmer erzählt Geschichten von Menschen, die ihm die Möglichkeit bieten, die grossen Fragen des Lebens zu stellen. Als Autor, Kameramann und Tontechniker setzt er auf höchstem Niveau alle Vorteile des Videojournalismus ein.

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Posted on: 29th Mai 2019

Für Hindus sind Kühe unantastbar. Doch in Wirklichkeit sind Kühe, Rinder und Kälber nur für einen Teil der indischen Bevölkerung heilig. Sie würden genutzt, missbraucht, gequält und getötet, sagt die Schweizerin Esther Geisser. Sie kämpft an vorderster Front gegen das Tierleid.

Das Kalb stolpert beim Eingang zum Tempel und fällt hin. Der gläubige Hindu zerrt es mitleidlos hoch und geht weiter. Esther Geisser steht erschüttert daneben. Seit Jahren schon engagiert sich die Schweizerin im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh für den Tierschutz. Die 50-Jährige empfindet es als heuchlerisch, wenn die Gläubigen ihre männlichen Kälber dem Tempel spenden. «Die Menschen wollen ihre Tiere auf bequeme Art loswerden, weil sie keinen Nutzen haben, denn laut Gesetz ist es verboten, sie zu schlachten», sagt Geisser. Tatsächlich sind in den Tempeln nur indische Kühe willkommen. «Die männlichen Tiere oder alle anderen Rassen werden illegal geschlachtet oder man lässt sie einfach verhungern oder verdursten», ereifert sich die Schweizerin.

Reporter vom 26.05.2019

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Posted on: 23rd April 2019

Nach ihrer Pensionierung wanderte Esther Frey nach Burkina Faso aus. Sie glaubt, im westafrikanischen Staat all das gefunden zu haben, was die 68er-Bewegung forderte: eine sozial und politisch gerechtere Welt. Doch das Leben in einem der ärmsten Länder der Welt ist weder einfach noch ungefährlich.

Sie erlebte 1968 zuerst die Pariser Revolte und dann in Zürich die Auseinandersetzung zwischen jugendlichen Demonstranten und der Polizei. Das prägte die heute 67-jährige Zürcherin Esther Frey zeitlebens. Nach ihrem Psychologiestudium arbeitete sie in verschiedenen Unternehmen im Personalbereich und in der Arbeitsorganisation. Doch immer wieder wurde ihr gekündigt, weil die revolutionären Ansichten der Ex-68erin auf Unverständnis stiessen. Die Mitbegründerin der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) fühlte sich mit zunehmendem Alter immer mehr als Fremde im eigenen Land. Als sie dann auf einer Ferienreise durch Burkina Faso Land und Leute kennenlernte, verliebte sie sich in das westafrikanische Land. Esther Frey ist davon überzeugt, dass noch heute in Burkina Faso eine Aufbruchstimmung herrscht, die als Ziel eine sozialere und gerechtere Gesellschaftsform anstrebt.

2017 gab sie ihr Zimmer an der Langstrasse in Zürich auf, um in Burkina Faso in einem Quartier zu leben, wo Armut und Alkoholprobleme zum Alltagsbild gehören. Täglich klopfen Kinder und Erwachsene, die nach Essen, Wasser und Almosen bitten, an die Türe der Schweizerin. Trotz Gefahren und Risiken fühlt sie sich in ihrer neuen Heimat wohl und aufgehoben, denn dort stehe der Mensch im Mittelpunkt und nicht der materielle Wohlstand, sagt Frey gegenüber Reporter Hanspeter Bäni.

Reporter vom 22.04.2019

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Posted on: 30th November 2018

Von 1848 bis 1984 wurde der Schweizer Bundesstaat ausschliesslich von Männern regiert. Erst vor 34 Jahren wählte das überwiegend männliche Parlament die erste Frau in die Schweizer Regierung.

Seither waren von insgesamt 117 Bundesräten lediglich 7 weiblich. Mit der Wahl von Elisabeth Kopp in den Bundesrat im Jahr 1984 hatte das Warten auf die erste Frau im Bundesrat ein Ende. 1971 war in der Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt worden; trotzdem musste der weibliche Teil der Bevölkerung noch 13 Jahre warten, bis er auch in der Landesregierung vertreten war.

2010 gab es zum ersten Mal eine Frauenmehrheit. Nur für kurze Zeit. Heute haben zwei Frauen Einsitz im Bundesrat.

Vor den aktuellen Bundesratswahlen zeigt der Film was die Bundesrätinnen in ihrer Amtszeit erreicht haben, wo ihnen ihr Geschlecht in die Quere kam, und was dieses Amt für ihr Leben bedeutet hat.

DOK vom 29.11.2018

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Posted on: 4th Juli 2018

Sam Keller ist ein Kunstmanager, der als Quereinsteiger eine Hochgeschwindigkeitskarriere hinlegte. Er gilt als «Meister der Vernetzung» und ist mit den bekanntesten Künstlern und Reichen dieser Welt per Du. Jetzt hat sich der Erfolgsverwöhnte einen Traum erfüllt.

«Davon kann ich später einmal meinen Enkeln erzählen», sagt der Basler Sam Keller, eine der weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten in der Kunstszene. Dem Direktor der Fondation Beyeler ist es gelungen, einen der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Lateinamerikas in die Schweiz zu holen. Der Brasilianer Ernesto Neto wird ab dem 29. Juni im Hauptbahnhof Zürich eine monumentale, 2,7 Millionen Franken teure Skulptur präsentieren. «Gaia Mother Tree» heisst die riesige Installation des Künstlers, dessen Werke in den renommiertesten Museen der Welt zu finden sind. Mit der Präsentation der zwanzig Meter hohen und 1,5 Tonnen schweren Häkelarbeit im öffentlichen Raum geht für Sam Keller ein Traum in Erfüllung. Er bezeichnet den Anlass als Meilenstein in seiner Biographie.

Reporter vom 01.07.2018

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Posted on: 25th März 2018

Katzen sind die beliebtesten Haustiere der Schweiz. Die fast 1,7 Millionen Samtpfoten sind für Menschen zu Partnern geworden, sind Kinderersatz und wirken gegen Einsamkeit. Weil die Vierbeiner auch Raubtiere sind und bedrohte Arten töten, befürworten Umweltschützer gar das Schiessen von Samtpfoten.

Wohl kaum ein anderes Haustier löst beim Menschen stärkere Emotionen aus. Im Film «Katzen und ihre Menschen» geht Hanspeter Bäni unter anderem der Frage nach, weshalb die rund 1,7 Millionen Katzen in der Schweiz die beliebtesten Haustiere sind. Dabei scheint für Katzenliebhaberinnen und -liebhaber weder ein finanzieller noch ein zeitlicher Aufwand zu gross zu sein, um ihre Vierbeiner glücklich zu machen.

DOK vom 22.03.2018

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» Artikel im Tages Anzeiger „Büsis mit Biss“

Posted on: 3rd Juli 2017

Zuerst verlor Katharina Paholo Hänni ihr Herz an Afrika und nun dort ihr Leben. Die Schweizerin starb unerwartet und unter ungeklärten Umständen in ihrer Wahlheimat Kamerun. Im Hochland des Landes an der Westküste Afrikas fand die Beisetzung nach animistischer Art statt.

Reporter vom 03.07.2017

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Posted on: 13th Juni 2017

Sie nehmen Drogen, sind renitent, gewalttätig. Wegen ihres Verhaltens ecken sie an, bei ihren Eltern und in der Schule. Am Ende einer langen Schlange von Problemen steht die Unterbringung im Jugendheim an. Dort versuchen Pädagoginnen und Pädagogen den jungen Menschen Perspektiven zu vermitteln.

Während zwei Jahren konnte Filmautor Hanspeter Bäni im Jugendheim Erlenhof den Alltag dokumentieren. Wie sieht die Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen aus? Welche Möglichkeiten haben sie und wo sind ihnen Grenzen gesetzt? Machen die jungen Menschen Fortschritte auf dem Weg zu selbständigen Menschen, die für sich sorgen und in der Gesellschaft bestehen können?

DOK vom 08.06.2017

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Posted on: 24th März 2017

In fast allen Kantonen haben die Gesuche für den Waffenerwerbsschein zugenommen. Vertreter der Waffenlobby sehen darin ein verstärktes Bedürfnis nach Selbstschutz. Mehr Waffen würden jedoch keineswegs mehr Sicherheit bringen, sondern im Gegenteil die Gefahren zusätzlich erhöhen, sagen die Gegner.

DOK vom 23.03.2017

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Posted on: 21st März 2017

Die Schweiz erschien ihm zu perfekt und Herausforderungen gab es für Rolf Gloor keine mehr. So verliess der Bezirksschullehrer vor 20 Jahren seine Familie, um in Kenia ein abenteuerliches Leben zu beginnen, wo er sich in einem von verfeindeten Stämmen umkämpften Gebiet für den Frieden einsetzt.

Als der kalte Gewehrlauf einer Kalaschnikow seine Stirn berührt, glaubt Rolf Gloor, er werde gleich das Zeitliche segnen. Es wäre das Ende eines aussergewöhnlichen und kühnen Lebens gewesen. Doch dann erkennen die drei Banditen den Schweizer, der von den Einheimischen als Prophet verehrt wird, weil er sich für den Frieden in dem von Stammeskriegen geplagten Nordwesten Kenias einsetzt.

Der vor 20 Jahren nach Kenia ausgewanderte Aargauer Rolf Gloor hält sich oft in diesem unsicheren Teil Kenias auf. Die vielen Todesopfer des Konfliktes beschäftigen den ehemaligen Biologie- und Mathematiklehrer, und so reift in ihm der Gedanke, sich für den Frieden in der Region einzusetzen. 2009 beginnt er im Grenzgebiet der beiden Stämme mit dem Bau der Begegnungsstätte «Calabash». Das Angebot wird rege genutzt und ist schon bald ein voller Erfolg. Im Spätherbst 2015 werden die Kämpfe eingestellt. Inzwischen erfüllen Gesänge statt Gewehrschüsse die Luft. Ein Friedensfest findet statt, das für Rolf Gloor gleichzeitig sowohl Höhepunkt als auch Abschied von «Calabash» ist. Einheimische führen die Begegnungsstätte nun weiter, während sich der Abenteurer einem anderen Projekt zuwendet.

Rolf Gloor erschafft in seinem Leben stets neue Perspektiven – nicht nur für sich, sondern auch für andere. Reporter Hanspeter Bäni hat den Auswanderer mit der Kamera auf seinem abenteuerlichen Weg durch Kenia begleitet.

Reporter vom 19.03.2017

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Posted on: 13th Mai 2016

Suchst du Streit, weisst aber nicht, wie man dabei wirkungsvoll vorgehen soll? Ich habe dafür eine filmische Anleitung, wie man sich so richtig unglücklich machen kann: „Kampfzone Garten – Wenn Nachbarn streiten“
ist ein DOK, den man mit einem lachenden und weinenden Auge sehen kann. Der kleine Garten spiegelt hier die grosse Welt, weil die Grundmuster für Konflikte immer dieselben sind. Der Film ist übrigens auch für Menschen geeignet, die bemüht sind, ihren Alltag friedlich zu gestalten.

DOK vom 12.05.2016

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