Posted on: 21st November 2014

Er begründete eine neue Volksmusik und ist der bekannteste Rockmusiker der Schweiz. Grosse Erfolge aber auch schwere Schicksalsschläge prägen seinen Lebensweg. Jetzt will Polo Hofer seine letzte CD einspielen, und dann kürzer treten.

Ein Film von Hanspeter Bäni
Was für ein Mensch ist dieser Polo Hofer, der als Kumpel des Volkes wahrgenommen wird? Vor einem Jahr kam der Zusammenbruch: Polo Hofer konnte sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen. «Ich überlebte nur, weil meine Frau Alice dabei war und umgehend die Ambulanz alarmierte», resümiert der Mundartrock-Star heute. Im Spital stellten die Ärzte fest, dass der bald 70-jährige ein Magengeschwür hatte. Seit Jahren sorgt seine angeschlagene Gesundheit immer wieder für Schlagzeilen. Einmal waren es Knoten auf den Stimmbändern, dann eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse. «Vier Mal bin ich nun schon dem Teufel vom Karren gefallen, aber alt werden möchte ich nicht», sagt der bekennende Kiffer und Weinliebhaber, dessen Leben geprägt ist von Rausch, Ernüchterung, Hochgefühlen und Tiefschlägen.

Wer versteckt sich hinter dem Brand Polo?
Der ungekrönte König des Dialektrock war Sprachrohr der Hippies, ein Provokateur und Clown, der seit 50 Jahren auf der Bühne steht. Seine Lieder sind längst zum Volksgut geworden und seine Texte wirken glaubhaft und authentisch. Auf der Bühne oder in Gesellschaft ist er stets der perfekte Entertainer, ein lebendiges Lexikon mit einem Elefantengedächtnis, aus welchem er nach Belieben Anekdoten und Witze abrufen kann. Aber wann spielt er eine Rolle und wo zeigt sich sein wahres Gesicht? Wer versteckt sich eigentlich hinter dem Brand Polo, der 1945 als Urs Hofer in Interlaken geboren wurde?

Im Dokumentarfilm nehmen Menschen, die den Star seit Jahrzehnten kennen, kein Blatt vor den Mund. Sie geben intime Einblicke, die bewegen, amüsieren aber längst nicht nur schmeichelhaft sind. Und natürlich erzählt auch Polo freimütig über sich, das Älterwerden, seine Erfolge, sein Scheitern und natürlich über seine Musik. Noch ein letztes Mal möchte er nun ein Album einspielen, um sich dann seiner zweiten Leidenschaft, dem Malen, zu widmen. Über ein halbes Jahr hat Filmautor Hanspeter Bäni den bekanntesten Rock-Musiker der Schweiz begleitet. Entstanden ist ein facettenreiches Porträt eines Menschen, der feinfühlig aber auch rücksichtslos sein kann, der intelligent und humorvoll ist und vor allem gerne gegen den Strom schwimmt.

DOK vom 21.11.2014

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Posted on: 6th Oktober 2014

Ihre Geschichte bewegt die Schweiz seit Jahren: Reine Katharina und ihr Traum vom Leben als Königin in Afrika. Stets nimmt die Lebens- und Liebesgeschichte der Katharina Hänni und ihres Prinzen aus Kamerun neue Wendungen. «Reporter» über die jüngsten Ereignisse.

Beziehungsprobleme belasten die Ehe von Katharina, die seit 2005 im Hochland Kameruns lebt. Schuld daran sei der Voodoo-Zauber eines Nachbarn, ist die Schweizerin überzeugt. Nachdem sie und ihr Mann sich mit ihm zerstritten hätten, zerstöre ein Fluch zunehmend ihre Beziehung.

Dabei begann die Liebesgeschichte wie ein Märchen: Vor rund zehn Jahren lernte die Bernerin Katharina Hänni im Internet Marcelin Paholo kennen, der angab, in Kamerun ein Prinz zu sein. Er versprach der Schweizerin, sie zur Königin zu machen. Ohne den Zukünftigen je gesehen zu haben, wanderte Katharina nach Afrika aus, nahm ihr ganzes Erspartes mit und zog zum Prinzen. Die beiden heirateten; ein Jahr später kam Sohn Sky zur Welt

Heute sind die Ersparnisse längst aufgebraucht und finanzielle Probleme belasten den Alltag der Kleinfamilie. Nun mache ihnen der Nachbar sogar das Land streitig und bekämpfe sie mit schwarzer Magie, glauben Katharina und Marcelin. Während er dem Nachbarn den Krieg erklärt, sucht sie eine andere Lösung, um die Eheprobleme zu beseitigen. Eine Lösung, welche die beiden Autoren Christoph Müller und Hanspeter Bäni während ihres Aufenthaltes in Kamerun ganz schön ins Staunen bringt.

Reporter vom 05.10.2014

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Posted on: 3rd Oktober 2014

Das Thema Jugendkriminalität steht in unregelmässigen Abständen ganz oben auf der nationalen Agenda. Zuletzt Ende August 2013. Es war der Reporter-Film «Der Jugendanwalt», der den Fall «Carlos» ins Rollen brachte und letztendlich zur Story bzw. zum Skandal des Jahres wurde.

Ein Film von Simon Christen und Hanspeter Bäni
Anlass war für einmal weder eine barbarische Gewaltorgie noch ein spektakulärer Rückfall eines Wiederholungstäters, sondern wie der schweizerische Jugendstrafvollzug in der Praxis aussehen kann. Einem halbwüchsigen Messerstecher wurden Thaibox-Training, eine Viereinhalb-Zimmer-Wohnung und ein Privatlehrer finanziert. Scheinbar selbstverständlich gaben Zürcher Behörden Monat für Monat 29‘000 Steuer-Franken für einen jungen Mann aus, der in seinem Leben bis dahin vor allem dadurch aufgefallen war, dass er Schwierigkeiten machte.

Trotz hundertfachen Berichten in den Printmedien und zahlreichen Beiträgen in den elektronischen Medien blieb vielen unklar, wie genau das Jugendstrafrecht in der Schweiz umgesetzt wird. Welche unterschiedlichen Massnahmen können getroffen werden? Repression oder Sozial-Pädagogik: Welcher Weg verspricht eher eine gelungene Resozialisierung? Und wie sind die hohen Kosten zu begründen? Diesen und vielen weiteren Fragen geht «DOK» im Film «Zwischen Recht und Gerechtigkeit» nach. Die Autoren Simon Christen und Hanspeter Bäni blicken hinter die Fassaden verschiedener Massnahme-Einrichtungen, in denen versucht wird, jugendliche Straftäter zu resozialisieren – und sie stellen renommierten Experten die Frage, wo die Stärken und Schwächen des Schweizer Systems liegen.

DOK vom 02.10.2014

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Posted on: 18th Februar 2014

von_kisten_kabeln_und_kollegen_s2Toni Milanese steht unter Druck. Als technischer Leiter ist er für den Aufbau eines der wichtigsten Projekte der SRG verantwortlich, das je gestemmt wurde: die Berichterstattung über die olympischen Spiele in Sotschi.

Rund 50 Tonnen Material müssen nach Russland gebracht werden. 240 Fachleute bauen die Infrastruktur auf für Radio, Fernsehen und Onlinemedien aus allen Sprachregionen der Schweiz. Nicht nur Toni Milanese, sondern auch die anderen Mitarbeiter haben unter den Arbeitsbedingungen zu leiden. Die meiste Zeit verbringen sie in klimatisierten, auf 14 Grad herunter gekühlten Räumen ohne Tageslicht.

Die 100 SRG-Leute, die in den Bergen oben arbeiten, haben andere Probleme. Sie produzieren die Sendungen der Ski Alpin-Wettkämpfe, die weltweit ausgestrahlt werden. Doch bei einer ersten Besichtigung auf den Skipisten stellt SRF-Regisseur Beni Giger fest, dass mehrere Podeste für die Kameras von den Russen am falschen Ort aufgebaut wurden. Zudem liegen die Glasfaserkabel unter meterhohem Schnee und es herrscht Lawinengefahr. Der Wettkampf gegen die Zeit beginnt.

Reporter Hanspeter Bäni hat seine Kollegen während den letzten Wochen vor den Spielen in Sotschi hautnah begleitet. Entstanden ist ein Blick hinter die Kulisse von Radio- und Fernsehen, wie man ihn selten erlebt.

Reporter vom 16.02.2014

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Posted on: 23rd Dezember 2013

Wie finden Menschen nach einem Schicksalsschlag einen Weg zurück in ein glückliches Leben? Drei Beispiele.

Jetzt erst rechtEs war ein Sommertag im Jahre 2010, als Yvonne Byland ihren einzigen Sohn Björn tot im Bett fand. Der 17-jährige litt an Epilepsie, die genaue Todesursache konnte nie mit Sicherheit festgestellt werden. Den schweren Schicksalsschlag nutzte Yvonne als Möglichkeit, etwas über das eigene Handeln, Denken oder Fühlen zu erfahren. Heute hat sie ihr Lachen wiedergefunden.

Stefan Büsser leidet an Zystischer Fibrose. Dass der 28-jährige noch lebt, ist alles andere als selbstverständlich. Im Normalfall verkürzt die unheilbare Stoffwechselkrankheit die Lebenserwartung massiv. Gerade deswegen lebt Stefan sehr bewusst und verwirklicht sich als Radiomoderator und Comedian.

Barbara Kilian ist teilweise an den Rollstuhl gebunden, weil sie vor zwanzig Jahren an Multipler Sklerose erkrankte. Trotzdem sei sie sehr glücklich, sagt die 48-jährige.

Reporter Hanspeter Bäni ging der Frage nach, wie es Menschen gelingt, trotz eines gravierenden Lebenseinschnittes oder einer Krankheit ein erfülltes und zufriedenes Leben zu führen.

Reporter vom 22.12.2013

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Posted on: 28th Oktober 2013

ein_brand_und_seine_folgen_2_2_s2Ein Grossbrand legt im Sommer 2012 eine Grosshandelsfirma für Holz in Schutt und Asche. «Reporter» heftet sich ein Jahr lang an die Fersen des Firmenbesitzers und dokumentiert seinen Kampf zurück in die Normalität.

Peter Haag hat sein Lebenswerk verloren, nicht aber seinen Mut. Obwohl sein Betrieb in Arbon 2012 bis auf die Grundmauern niederbrennt, entschliesst sich der Grossist für Holz, die Firma wie Phönix aus der Asche auferstehen zu lassen.

Auf dem Weg dorthin erwarten ihn jedoch viele Schwierigkeiten, die er bewältigen muss. Termine bei Banken und Behörden sind zwar kräfteraubend, doch die eigentlichen Probleme beginnen erst nach dem Spatenstich zum Neubau: Wegen Fehlern, die beim Bau gemacht werden, gerät der Zeitplan komplett durcheinander. Haag verliert die Nerven und trommelt alle Beteiligten zusammen, um ihnen ins Gewissen zu reden.

Reporter Hanspeter Bäni hat den Unternehmer Peter Haag vom Tag des Brandes an ein Jahr lang mit der Kamera begleitet. Entstanden ist ein Film über einen Kleinunternehmer mit Kampfesgeist, der immer wieder Rückschläge wegstecken muss.

Reporter vom 27.10.2013

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Posted on: 21st Oktober 2013

ein_brand_und_seine_folgen_2_2_s2Fassungslos steht Peter Haag in den Trümmern seines Lebenswerks. 14 Jahre lang betrieb er als Lieferant von Holzkonstruktionen erfolgreich eine Firma mit neun Mitarbeitern. Jetzt ist alles nur noch Schutt und Asche.

Es ist Sonntag, 19. August 2012. Peter Haag verbringt den heissen Tag beim Grillieren in seinem Garten, als er am frühen Abend dunkle Rauchschwaden über Arbon am Bodensee in die Luft steigen sieht. Schnell wird ihm klar, dass es sich um einen Grossbrand auf dem ehemaligen Saurer-Areal handelt, wo sein Betrieb steht. In Sekundenschnelle und mit unbändiger Macht greifen die Flammen auf Haags Halle und weitere Gebäude über. Insgesamt 360 Feuerwehrleute stehen im Einsatz, vier davon werden verletzt. Der Schaden geht in die Millionen. Peter Haags Existenz liegt buchstäblich in Schutt und Asche.

Doch damit nicht genug: Haag kommt zusätzlich unter Druck, als die Brandermittler feststellen, dass das Feuer bei seiner Firma ausgebrochen ist. Was war der Grund? War Brandstiftung Auslöser des Feuers? Haag fühlt sich unter Verdacht und leidet darunter. Noch ahnt der 50-jährige nicht, dass ihm eine wahre Odyssee bevorsteht.

Reporter Hanspeter Bäni hat den Chef der Grosshandelsfirma für Holz nach dem Brand ein Jahr lang mit der Kamera begleitet. Entstanden ist ein Film über einen Unternehmer mit Kampfesgeist, der immer wieder Rückschläge wegstecken muss.

Reporter vom 20.10.2013

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Posted on: 30th September 2013

michelle_leben_zwischen_hoffnung_und_absturzMichelle hasst das Leben. Aber noch mehr hasst sie sich selber. Ist sie besonders wütend, ritzt sie sich die Arme auf, bis sie bluten. Die junge Frau hat schon mehrere Suizidversuche hinter sich, die jeweils einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nach sich zogen.

Ihre Mutter sagt, dass Michelle schon als Kind schwierig gewesen sei. Mit 11 kam sie zum ersten Mal in ein Heim. Über zwanzig Heime sind es geworden bis heute, dabei ist Michelle erst 19 Jahre alt. Ihr gelingt es kaum, ihre Emotionen zu kontrollieren und es kam schon vor, dass sie mit einem Messer eine Person attackierte. Wegen ihrer Verhaltensstörung ist es schwierig geworden, für Michelle einen Platz in der Gesellschaft zu finden, an dem sie sich entwickeln kann, um eines Tages ein normales Leben zu führen. In lichten Momenten träumt sie vom kleinen Glück: Einen Beruf erlernen, einen lieben Mann finden, eine Familie gründen.

Reporter Hanspeter Bäni hat Michelle mit der Kamera über einen Zeitraum von acht Jahren begleitet. Entstanden ist ein erschütterndes Dokument über einen jungen Menschen, der auf der Suche nach Geborgenheit und Liebe immer wieder tiefe Abstürze durchlebt.

Reporter vom 29.09.2013

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Posted on: 9th September 2013

einsamIn der bernischen Gemeinde Köniz sterben jährlich bis zu 40 Menschen einen einsamen Tod. Die Ortschaft spiegelt das Bild einer Gesellschaft, die auf Erfolg und Leistung getrimmt ist. «Reporter» hat dort isoliert lebende Frauen und Männer besucht.

Als Stefan Kiener die Türe öffnet, nimmt er einen unangenehmen Geruch wahr. Während Tagen lag die Leiche einer Frau – unbemerkt von den Mitbewohnern des Mehrfamilienhauses – in ihrer Wohnung. «Die Mittfünfzigerin war einsam und alkoholkrank, was letztendlich zu ihrem Tod geführt hat», stellt Kiener bei seiner Recherche fest. Als sogenannter Siegelungsverantwortlicher von Köniz hat er die Aufgabe, die Wertgegenstände von Verstorbenen sicherzustellen. Dabei wird er immer wieder mit dem Thema Einsamkeit konfrontiert. Bis zu 40 Menschen sterben jährlich in der bernischen Gemeinde einen einsamen Tod.

Reporter Hanspeter Bäni hat in der Ortschaft unweit von Bern isoliert lebende Frauen und Männer besucht. Für manche von ihnen sind die Mitarbeiterinnen der Spitex der einzige Lichtblick: Sie bieten ein offenes Ohr für die Anliegen einsamer Menschen.

Reporter vom 08.09.2013

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Posted on: 26th August 2013

Hansueli Gürber ist seit 7 Jahren Leiter der Jugendanwaltschaft der Stadt Zürich. Dem 62jährigen, der aussieht wie ein Alt-Hippie, liegen die Jugendlichen am Herzen. Auch die, die schon so einiges auf dem Kerbholz haben. Gürber geht immer wieder eigene Wege, nicht nur beruflich, auch privat.

Das Verhör hat sich der 14jährige Straftäter anders vorgestellt. Er spürt, dass der Jugendanwalt echtes Interesse an ihm zeigt. Trotzdem redet der Mann Klartext. Der Teenager fasst so schnell Vertrauen zu Hansueli Gürber, der wie ein Alt-Hippie aussieht. Seit 2006 leitet Hansueli Gürber die Zürcher Jugendanwaltschaft und es ist ihm ganz recht, dass er in die Schublade der 68er passt, denn in gewohnten Bahnen läuft bei ihm selten etwas. Aktuell testet er gerade ein eigens entwickeltes Sozialkonzept am 17jährigen B. aus, der unter anderem wegen schwerer Körperverletzung mit dem Gesetz in Konflikt kam. Statt in einer geschlossenen Institution lebt B. in einer Wohnung, wo er rund um die Uhr von einer Betreuerin umsorgt wird. Zudem steht ihm ein Privatlehrer zur Seite und sportlich wird er vom zehnfachen Weltmeister im Thaiboxen trainiert. Der monatliche Aufwand von 22’000 Franken lohne sich, glaubt Gürber, denn sein Konzept helfe B., sich in der Gesellschaft zu integrieren. Reporter Hanspeter Bäni konnte sich davon überzeugen, dass der 62jährige auch als Privatperson seine eigenen Wege geht. Jahrelang führte er eine Beziehung mit zwei Frauen, mit denen er fünf Kinder zeugte. Zuhause in der Sauna hat Gürber zwei stattliche Boas einquartiert und in den übrigen Räumen zahlreiche Terrarien mit über 100 Reptilien.

Reporter vom 25.08.2013

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