Posted on: 9th September 2013

einsamIn der bernischen Gemeinde Köniz sterben jährlich bis zu 40 Menschen einen einsamen Tod. Die Ortschaft spiegelt das Bild einer Gesellschaft, die auf Erfolg und Leistung getrimmt ist. «Reporter» hat dort isoliert lebende Frauen und Männer besucht.

Als Stefan Kiener die Türe öffnet, nimmt er einen unangenehmen Geruch wahr. Während Tagen lag die Leiche einer Frau – unbemerkt von den Mitbewohnern des Mehrfamilienhauses – in ihrer Wohnung. «Die Mittfünfzigerin war einsam und alkoholkrank, was letztendlich zu ihrem Tod geführt hat», stellt Kiener bei seiner Recherche fest. Als sogenannter Siegelungsverantwortlicher von Köniz hat er die Aufgabe, die Wertgegenstände von Verstorbenen sicherzustellen. Dabei wird er immer wieder mit dem Thema Einsamkeit konfrontiert. Bis zu 40 Menschen sterben jährlich in der bernischen Gemeinde einen einsamen Tod.

Reporter Hanspeter Bäni hat in der Ortschaft unweit von Bern isoliert lebende Frauen und Männer besucht. Für manche von ihnen sind die Mitarbeiterinnen der Spitex der einzige Lichtblick: Sie bieten ein offenes Ohr für die Anliegen einsamer Menschen.

Reporter vom 08.09.2013

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Posted on: 26th August 2013

Hansueli Gürber ist seit 7 Jahren Leiter der Jugendanwaltschaft der Stadt Zürich. Dem 62jährigen, der aussieht wie ein Alt-Hippie, liegen die Jugendlichen am Herzen. Auch die, die schon so einiges auf dem Kerbholz haben. Gürber geht immer wieder eigene Wege, nicht nur beruflich, auch privat.

Das Verhör hat sich der 14jährige Straftäter anders vorgestellt. Er spürt, dass der Jugendanwalt echtes Interesse an ihm zeigt. Trotzdem redet der Mann Klartext. Der Teenager fasst so schnell Vertrauen zu Hansueli Gürber, der wie ein Alt-Hippie aussieht. Seit 2006 leitet Hansueli Gürber die Zürcher Jugendanwaltschaft und es ist ihm ganz recht, dass er in die Schublade der 68er passt, denn in gewohnten Bahnen läuft bei ihm selten etwas. Aktuell testet er gerade ein eigens entwickeltes Sozialkonzept am 17jährigen B. aus, der unter anderem wegen schwerer Körperverletzung mit dem Gesetz in Konflikt kam. Statt in einer geschlossenen Institution lebt B. in einer Wohnung, wo er rund um die Uhr von einer Betreuerin umsorgt wird. Zudem steht ihm ein Privatlehrer zur Seite und sportlich wird er vom zehnfachen Weltmeister im Thaiboxen trainiert. Der monatliche Aufwand von 22’000 Franken lohne sich, glaubt Gürber, denn sein Konzept helfe B., sich in der Gesellschaft zu integrieren. Reporter Hanspeter Bäni konnte sich davon überzeugen, dass der 62jährige auch als Privatperson seine eigenen Wege geht. Jahrelang führte er eine Beziehung mit zwei Frauen, mit denen er fünf Kinder zeugte. Zuhause in der Sauna hat Gürber zwei stattliche Boas einquartiert und in den übrigen Räumen zahlreiche Terrarien mit über 100 Reptilien.

Reporter vom 25.08.2013

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Posted on: 12th Februar 2013

videoembedWer unerlaubt sein Land betritt, riskiert eine Ladung Schrot abzubekommen. Der Schweizer Räto Pfranger verteidigt mit seiner Winchester seit über 20 Jahren einen unberührten Flecken Land in den Mangroven von Nicaragua.

Der Mathematikprofessor Räto Pfranger wanderte in den späten 60er Jahren mit seiner Familie nach Lateinamerika aus, weil er genug vom Kapitalismus und der Konsumgesellschaft hatte.

Ende der 80er Jahre, als seine Kinder erwachsen waren, machte Räto Pfranger es sich zur Lebensaufgabe, in seiner neuen Heimat für die Erhaltung von Pflanzenarten und Tieren zu kämpfen. Doch heute ist das Naturparadies in Gefahr: Bauern aus der Umgebung zünden die Wälder an, um sie in Palmöl-Plantagen umzuwandeln. Zudem ist der inzwischen 73jährige Räto krank und glaubt, bald sterben zu müssen. Am liebsten hätte er, wenn Tochter Catalina, die in der Schweiz lebt, sein Erbe antreten würde.

Reporter Hanspeter Bäni hat Räto Pfrangers Tochter Catalina auf der Reise zu ihrem Vater begleitet. Mit der Kamera dokumentiert er die Begegnung, die von gegenseitigen Hoffnungen und Erwartungen geprägt ist.

Reporter vom 10.02.2013

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Posted on: 2nd Januar 2013

Pfarrer SieberEr tanzt mit einem todkranken Mann vor laufender Kamera: Pfarrer Ernst Sieber weiss seine Gabe stets zu nutzen, Fröhlichkeit zu verbreiten – verbunden mit Ernsthaftigkeit und vor allem mit viel Show. Sein jahrzehntelanges, unermüdliches Engagement für Obdachlose und Bedürftige haben ihn zum bekanntesten Geistlichen der Schweiz gemacht.

Nur durch viel Glück überlebte Sieber diesen Sommer einen schweren Autounfall, weil er am Steuer aus unerklärlichen Gründen das Bewusstsein verloren hatte. Trotz angeschlagener Gesundheit, mutet sich der bald 86jährige noch immer ein enormes Arbeitspensum zu. Gleichzeitig hat er in seiner Stiftung längst an Macht und Einfluss verloren, was ihm zu schaffen macht. Dass es so weit kam, liegt nicht zuletzt am Pfarrer selbst, der sich statt um die Finanzen, schon immer lieber um Obdachlose und Bedürftige gekümmert hat. Von den Schwächsten der Gesellschaft erhält er dafür Liebe und Anerkennung zurück.

Reporter Hanspeter Bäni begleitet Pfarrer Sieber durch den Alltag und entdeckt hinter der Fassade des wortgewaltigen Mannes einen sensiblen und verletzlichen Menschen.

Reporter vom 30.12.2012

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Posted on: 10th November 2012

Pensioniert und mitten im Leben: Die 68-jährige Barbara Hausammann versucht seit ihrer Pensionierung die Bergregion Nordalbaniens für westliche Abenteuertouristen zugänglich zu machen – eine Aufgabe, die sie voll und ganz erfüllt. Dies trifft auch auf Hans Fischer zu. Im Alter von 73 Jahren lässt er sich für viel Geld zum DJ ausbilden, um mit Progressive House und harten Beats junge Menschen zum Tanzen zu bringen. Von unerloschener Lebensenergie erfüllt ist auch Heiri Müller. Vor fünf Jahren liess er sich frühzeitig pensionieren, nachdem er 25 Jahre lang die Tagesschau moderiert hatte. Seither hat er seine grosse Leidenschaft, das Singen, zum Beruf gemacht. Albert Nufer indes war schon immer wild und eigenwillig. Konsequent verweigert er sich der Konsumwelt. In seiner bescheidenen Wohnung gibt es weder Stuhl noch Kühlschrank. Der 70-jährige geht fast immer barfuss und bezeichnet sich selber als Alt-Hippie.

DOK vom 08.11..2012

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DOK vom 08.11.2012

Posted on: 27th August 2012

Beobachtungen auf der Rennbahn Oerlikon


Das Leben des 70-jährigen Ernst Wenk dreht sich um den Radsport: Er sammelt alles, was in Zusammenhang mit dem Zweirad steht, verpasst keine Renn-Übertragung am Fernsehen und verbringt die meiste Zeit auf der Rennbahn Oerlikon. Im 100-jährigen Beton-Oval trifft Wenk auf andere Radsport-Enthusiasten – hauptsächlich Männer, die nur um wenige Jahre jünger sind als die Rennbahn selbst.

Kritiker haben die offene Rennbahn bereits totgesagt: Die Zuschauer pilgern längst nicht mehr in Massen nach Zürich Oerlikon, wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als Stars wie Hugo Koblet und Ferdy Kübler sich im Stadion ihre Rennen lieferten.

Reporter Hanspeter Bäni hat Menschen porträtiert, die seit Jahrzehnten ins Monument des Radsports kommen, sich ein Bierchen gönnen und einfach hoffen, dass ihr Idyll nicht schon bald dem Bauboom zum Opfer fällt.

Reporter vom 26.08.2012

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Posted on: 20th Mai 2012

Vier Jahre lang begleitete Hanspeter Bäni mit der Kamera die Bauernfamilie Epp im Maderanertal. Entstanden ist ein grosser Film über den Überlebenskampf in den abgelegenen Gebieten der Zentralschweiz. Ein Heimatfilm jenseits aller Stereotypen einer heilen Bergwelt, denn alle Probleme der Neuzeit sind längst auch dort angekommen. Die menschlichen Dramen, die sich abspielen, könnten ohne weiteres einem Gotthelfschen Roman entnommen sein.

DOK vom 17.05.2012

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DOK vom 17.05.2012

Posted on: 14th Mai 2012

Ein grosses Projekt wollte Walter Roderer unbedingt noch umsetzen in seinem Leben: den Kinofilm über die Liebe eines alten Schauspielers zu einer jungen Frau. Das Drehbuch schrieb er selber, und die Handlung war zu einem grossen Teil autobiographisch: Roderer war in dritter Ehe mit einer 60 Jahre jüngeren Frau, seiner Grossnichte, verheiratet.

Filmautor Hanspeter Bäni hat Walter Roderer seit dem Herbst 2011 mit der Kamera begleitet. Bäni wollte unter anderem die Entstehung des geplanten Kinofilmes «Der grosse Narr» dokumentieren. Die Hauptrolle wollte der 91jährige Roderer darin gleich selber übernehmen. Durch die Schwierigkeit, einen Produzenten zu finden, verzögerte sich jedoch der Drehbeginn. Kurz vor seinem Tod sorgte er sich darüber, ob seine Energie in zwei Jahren noch ausreiche, um in einem Film mitzuwirken – die Zeit laufe ihm davon.

Das sehr persönliche Porträt über den beliebten Volksschauspieler, der sich selber als Melancholiker bezeichnete, ist in den letzten Monaten und Wochen vor seinem Tod entstanden.

Reporter vom 13.05.2012

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Posted on: 19th März 2012

„Reporter“ porträtiert den Erfinder Jürg Nigg: Der Schweizer steht vor seinem nächsten Coup.
Er arbeitet in einem chaotischen Labor, gilt als zerstreut und chaotisch und bezeichnet sich selbst als «Spinner»: Jürg Nigg ist Erfinder. In den 80ern gelang ihm mit der Erfindung der Energiesparlampe ein Geniestreich.
Doch internationale Konzerne kopierten seine Idee, Nigg selbst verdiente an seiner erfolgreichen Erfindung nichts. Nun soll er jedoch für eine schwedische Firma einen Adapter für Strassenleuchten erfinden: In Niggs Labor herrscht ab sofort wieder Betriebsamkeit

Reporter vom 18.03.2012

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Posted on: 1st Februar 2012

Andy verliert das Gleichgewicht und stürzt unter einen abfahrenden Zug, der ihm das Bein abtrennt. Noch während der 24jährige schwer verletzt auf dem Bahnsteig liegt, kommt seine Mutter dazu. Ein Trauma für beide – mit Folgen: Andy, der vor dem Unfall eine enge Beziehung zur Mutter hatte, distanziert sich nun von ihr.

Ganz anders die Situation beim 62jährigen Skilehrer und Bergführer Turi, der bei einem Arbeitsunfall ebenfalls ein Bein verliert und danach in eine tiefe Depression fällt. Seine Ehefrau Annalis kümmert sich rührend um ihn, was zur Folge hat, dass Turi wieder Lebensmut schöpft. Mehr noch: Nach über 40 Jahren Ehe entdecken die beiden ihre gegenseitige Liebe aufs neue.

Anteilnahme darf auch Triathlet Harry erfahren, der während des Trainings auf dem Velo frontal von einem Auto erfasst wird und sich dabei schwer verletzt. Die Unfallverursacherin besucht den 45jährigen in der Rehaklinik im aargauischen Bellikon, um ihn um Verzeihung zu bitten. Und dann meldet sich auch noch Harrys Exfreundin, um ihm beizustehen.

Reporter Hanspeter Bäni erzählt die Geschichte von drei Männern, die sich nach einem schweren Schicksalsschlag auf ein neues Leben einstellen müssen. Dabei erfahren sie auf unterschiedliche Art und Weise, wie heilsam Anteilnahme und Liebe im Leben ist – vor allem in schweren Zeiten.

Reporter vom 29.01.2012

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